Laboratorium der Moderne: Ideenzirkulation im wilhelminischen Reich Laboratoire de la modernité: circulation des idées à l'ère wilhelminienne

Résumé : Der Kaiser und seine Untertanen suggerieren vordergründig eine Uniformität der wilhelminischen Gesellschaft mit einer charakteristischen Leitkultur. Bei näherem Hinsehen erweist sich die wilhelminische Gesellschaft jedoch als ebenso hochgradig fragmentiert wie vielgestaltig und dynamisch. Gegenkulturen bestanden in nahezu allen gesellschaftlichen Milieus, vor allem aber im Bildungsbürgertum. Leitkultur und Gegenkulturen stehen im wilhelminischen Zeitalter und darüber hinaus in vielfältigen Wechselbeziehungen: sie agieren gegen- und miteinander. Gegenkulturelles Denken kann sich in der Leitkultur wenn nicht unbedingt etablieren, so doch zumindest Aufmerksamkeit gewinnen, mitunter auch Raum schaffen und die Leitkultur verändern. Sichtbar werden gleichermaßen wechselseitige Austausch- und Veränderungsprozesse. Vor dem Hintergrund der wilhelminischen Epoche als vielgestaltiger dynamischer Umbruchzeit wirkten die behandelten Phänomene graduell unterschiedlich in die Gesellschaft zurück und konnten mitunter noch im Wilhelminischen Reich oder in der Folgezeit Teil des mainstreams werden. Anhand dieser Beobachtungen sowie des Titels ordnet der Sammelband die wilhelminische Zeit in den weiteren historischen Kontext der Epoche der Klassischen Moderne ein.
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Contributor : Christina Stange-Fayos <>
Submitted on : Tuesday, February 28, 2017 - 4:17:37 PM
Last modification on : Thursday, June 6, 2019 - 2:34:49 PM

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  • HAL Id : hal-01479111, version 1

Citation

Christina Stange-Fayos, Uwe Puschner, Katja Wimmer. Laboratorium der Moderne: Ideenzirkulation im wilhelminischen Reich Laboratoire de la modernité: circulation des idées à l'ère wilhelminienne. France. 2015. ⟨hal-01479111⟩

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